Basstreffen in Aldenhoven
Letzten Samstag traf sich eine kleine Schar bassverrückter Vögel, vornehmlich aus dem Forum des Bassprofessors, in Aldenhoven beim Adrian (www.public-peace.de). Diese Jahr lag der Schwerpunkt beim Thema Fretless Bässe. Zudem gab Adrian einen kleinen Workshop über Effekte, wobei er insbesondere mit seinen Loopern schwer beeindrucken konnte. Einen vollständigen Bericht über Ablauf und Inhalt des Tages will ich hier garnicht abspulen - wer an einem interessanten, erkenntnisreichen und lustigen Treffen unter Gleichgesinnten Interesse hat, meldet sich für’s nächste Jahr an.
Ein paar Fotos und insbesondere der lyrische Bericht des Kollegen Kai, den ich hier einfach mal ungefragt zitiere, geben einen kleinen Eindruck.

ein paar der anwesenden bundlosen Schätze
Kai:
“Jo, ist eigentlich alles gesagt, aber so’n paar Details veranlassen mich doch noch dazu weiter zu schwelgen…
Ich fand es persönlich ziemlich cool, dass auch der Herr Bassprofessor da war und ein echtes Stück Geschichte mit dabei hatte.
Außerdem weiß ich jetzt endlich, wie der Precision zu seinem Namen kam.
Und woher es kommt, wenn man sagt: “Dein Sound hat aber Eier!”Toll fand ich auch mal soviele schöne und eigenständige Instrumente, die jedes für sich auch ihre Geschichte haben, auf einem Haufen zu sehen und spielen zu können.
Einiges, wovon ich insgeheim träumte - oder besser so weit manipuliert wurde, bis ich davon träumte - hat sich für mich als unpassend erwiesen; andere Bässe widerum, die mir nie zuvor positiv aufgefallen sind, fand ich überraschend gut.
Und es ist eine komplett andere Erfahrung ein Instrument unter diesen Umständen spielen zu können, anstatt nur darüber zu lesen. Auch ein Probieren im Laden ist was anderes, weil die Bässe dort noch nicht eingestellt sind und bespielt wurden. Hier hatte jeder Bass eine Seele.Naja, schön auch mein eigenes Instrument mal so im direkten Vergleich zu hören. Ich muss sagen, dass ich nicht immer mit meinem Bass zufrieden bin. Ihn dann aber im neutralen Vergleich mit anderen zu hören war ‘ne echte Überraschung.
(Aber eine neue Liebe habe ich ja nun auch gefunden…)Es ist schon bemerkenswert, wie sehr einen die ständige Flut von Informationen über Neues, Besseres und Schöneres irritieren und unzufrieden machen kann.
Dabei geht das Wesentliche sehr schnell verloren.Und das ist auch eines der wichtigen Dinge, über die Adrian an dem Abend referiert hat:
Der Bass spielt überhaupt keine Rolle. Wichtig ist die Musik, dass du eine Geschichte erzählst.Das mag extrem, vielleicht auch abgedroschen klingen.
Wenn ich sowas aber von einem Menschen erzählt bekomme, der in der Lage ist so faszinierend zu spielen, ohne ständig einen Techniktrick nach dem Nächsten aus dem Ärmel zu schütteln, dann hat diese Aussage eine authentische Kraft, die nicht vorhanden ist, wenn ich so einen Satz in einem der zahllosen und zumeist sich ungelesen stapelnden Lehrbücher und Bassbibeln lese.Adrian ist dermaßen erdverbunden und kann dabei so hoch fliegen, weil er frei ist. Total frei!
Und er ist frei, weil er sehr, sehr viel unter allen erdenklichen Umständen gespielt hat, weil er mit einem beneidenswerten Lächeln über seine eigenen Fehler erzählen und aus ihnen lernen kann.
Und weil er sich nicht von dieser Unzahl an Angeboten verschiedenster Lehrmethoden hat verwirren lassen.Einfach nur schön.
Wir haben bis kurz vor 5 Uhr morgens, als es gerade hell wurde, draußen gesessen und geredet, während sich um uns herum fliegenbesetzte Alkoholleichen häuften.”

jammen & quatschen

Adrian mit originalem ‘52 P-Bass

Olli mit P-Bass und dessen stolzen Besitzer (BP-Herausgeber Roland Kaschube)

Udo kurz vor dem “Finale”

Daniel fand’s offenbar auch lustisch …
Ich auch …
Ich freu mich schon auf nächstes Jahr!
Am 24. Juni 2008 um 07:28 Uhr
Cooler Bericht, da scheint man ja richtig was verpasst zu haben.
Am 24. Juni 2008 um 07:39 Uhr
Das Wetter scheint prima mitgespielt zu haben - was ich nicht von allen (wenigen) Bassertreffen sagen kann, die ich bisher besucht habe.