Heul doch!
1. Juni 2008… jetzt ist es meiner!

Demnächst mehr auf diesem Kanal. Bleiben Sie uns gewogen. ![]()
… jetzt ist es meiner!

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Lieber Wolfgang,
auch ich habe ein Streifenhörnchen aus meinem Urlaub mitgebracht, allerdings nur als JPEG.

Das ist noch leichter und schneller, als deine Forumshure, zugegebenermaßen aber nicht ganz so bassig.
P. S. wer mit diesem Beitrag nichts anfangen kann, schaut mal bitte hier nach.
… stelle ich mal einen neues Liedchen online, was ich die Tage verzapft habe.
Das hat den bezeichnenden Titel “Kaltmetall-Blues” und handelt von einem -mittlerweile garnicht mehr so- jungen Menschen, der ein begnadeter Gitarrist sein wollte, aber mangels Talent Einkaufswagenschieber beim Kaufland wurde .. den weiteren beruflichen Werdegang lassen wir jetzt mal weg. Es kam also die Zeit, in der er ES noch einmal beweisen wollte, wir befinden uns also kurz vor der Spätlife-Krise oder -je nach Standpunkt- kurz nach der Midlife-Crisis. Egal. DAS KAM DABEI HERAUS!
Viel Spass! ![]()
Nach Wochen der kreativen Stille melde ich mich zurück mit einem kleinen Equipmenttest, der natürlich -wie immer- furchtbar subjektiv ist (und sein will).
Heute im Angebot habe ich den Line 6 - LowDown Studio 110, einen geradezu winzigen BassCombo mit folgenden Eckdaten:
Die mir bekannten Testberichte (BassPlayer, Soundcheck) kommen zu außerordentlich guten Ergebnissen, man ist regelrecht begeistert vom LowDown Studio!
Nach ein wenig Internetrecherche in verschiedenen Fachforen und Gesprächen mit Kollegen scheint dieses Modelling-Ampkonzept extrem zu polarisieren: es gibt etweder nur überzeugte Fans (”gefühlt” in der Minderzahl) und Line 6 Hasser.
Also musste ich mir eine eigene Meinung bilden und habe diesen Combo zwei Wochen intensiv getestet.
Eine langwierige Beschreibung spare ich mir (die ist ja schließlich überall nachzulesen), zum Bedienungskonzept sei soviel gesagt: über 4 (beleuchtete) Softtaster werden die modellierten Amps aufgerufen. Geänderte Klangeinstellung speichert man auch direkt hier wieder ab, die Werkseinstellung ist aber ruckzuck wieder aufrufbar. Die Modelle sollen der Reihe nach darstellen:
Weiterhin kann man einen kompletten Bass-Synthie abrufen, mit dessen Trackingproblemen Möglichkeiten ich mich nicht weiter befasst habe und - über den Umweg eines Werksresets - lässt sich des Clean Modell gegen das Modell British Rock (Marshall Super Bass) austauschen. Letzerer soll für die Freunde des gepflegen Leadbasses sein, die gerne mal etwas angezerrt spielen. Erster Eindruck: etwas dünn und knochig dieser Sound, aber vielleicht muss das so. Habe ich mich nicht ernsthaft mit beschäftigt.
Soweit, so gut. Ein brauchbarer Sound also für den Rolle. Mein Fazit:
Positiv am Konzept des LowDown Studio 110 ist (wie der Name bereits suggeriert) der Einsatzbereich “Recording”: über die A.I.R. Abnahme kann ich einen amtlichen Sound -nebengeräuschfrei- aufnehmen. Brauchbar sind hier die Modelle “Rock” und “R&B”.
Dennoch erschliesst sich mir der Studioeinsatz eines Combos nicht so wirklich. Auf dem Gebiet, das der LowDown einwandfrei beherrscht, hat er Konkurrenz aus eigenem Haus: die reinen Modeller wie POD & Co sind da einiges flexibler und umfangreicher ausgestattet (Modelle, Effekte und Speichermöglichkeiten).
Da ich selbst mit einigen feinen Recordinggerätschaften eigentlich ganz gut ausgestattet bin (SWR, Demeter, SansAmp), wäre der Line 6 Amp für mich nur eine weitere Alternative, die nicht zwingend notwendig ist.
Als Combo zum Üben ist für mich nur noch das “R&B” Modell brauchbar, “Rock” ist grenzwertig und den Rest kann man vergessen. Für einen guten Sound ist der Combo in dieser Leistungsklasse aber m. E. zu teuer, zumal die Bedienung mehr als gewöhnungsbedürftig ist.
Über die Bedienung habe ich mich noch garnicht ausgelassen. Potis für Preamp (ein reiner Driveregler), 4-Band Klangreglung und Kompressor sind vorhanden. Da es sich hierbei aber nicht um motorbetriebene Potis handelt, entspricht die Reglereinstellung nach Umschalten zu einem anderen Modell nicht dem gespeicherten Klang. Hieran würde ich mich, glaube ich, nie gewöhnen!
So, jetzt muss ich aber mal den Hammer rausholen:
bis jetzt war Spaß und ich habe mich um eine halbwegs objektive Berichterstattung bemüht. Wer aber einen recht leistungsfähigen 10″ Lautsprecher in eine derart winzige Kiste steckt, muss sich überhaupt nicht wundern, dass die nominell 75 Watt eher nicht ausgefahren werden können: kurz über der Hälfte des Mastervolumes kommt der Speaker einfach nicht mehr mit und produziert Farz-Geräusche, die möglicherweise auch auf das minimale Boxenvolumen zurückzuführen sind.
Den Rest gibt mir aber das seltsame Nebengeräuschverhalten des Combo, der für sich keinerlei Rauschen etc. produziert. Sobald aber ein Gitarrenkabel eingesteckt wird, geht’s los mit der Rauscherei und wird unerträglich, wenn noch einige Vorschaltgeräte angeschlossen werden.
Interessant auch, dass Rauschen und sonstige Eintreugeräusche schlagartig loslegen, sobald eine Kabelverbindung mit einer Endstufe hergestellt wird. Darauf muss man erstmal kommen! Ich verwende zwar nicht die teuersten und edelsten Kabel, aber so ein Verhalten kenne ich von meinen anderen Verstärkern und Vorstufen nicht!
Und nun?
Der Studio 110 ist nach zwei Wochen allabendlicher Testerei auf dem Rückweg zum Händler meines Vertrauens, der eine 30-Tage-Money-Back-Garantie einräumt, die ein derartig intensives Kennenlernen solcher Gerätschaften erst möglich macht.
Mein persönliches Fazit: Amp-Modelling, insbesondere in der Umsetzung der Fa. Line 6 (A.I.R.), ist im Recordingbereich eine schnelle, kostengünstige und gut klingende Lösung. Für diese Zwecke könnte ich mir durchaus die Anschaffung eines POD vorstellen.
Der hier getestete Bass-Combo hat einige Stärken, leistet sich aber Schwächen, die so nicht sein müssten. Mit einer echten Cleanvorstufe und ohne die erheblichen Nebengeräusche im Combobtrieb hätte ich die Kiste bestimmt behalten. So aber ist das nix für mich. Schade eigentlich.